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Universitätsklinik für Innere Medizin III Salzburg mit Hämatologie & Internistischer Onkologie |
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Neu in Salzburg:
Stammzellenlabor verbessert die Behandlung von Krebspatienten
Mit der kürzlich erfolgten Eröffnung des Stammzellen-Labors an der III. Medizinischen Universitätsklinik Salzburg ergeben sich aktuell wesentliche Verbesserungen für Salzburger Tumorpatienten, aber auch berechtigte Zukunftshoffnungen in der Behandelbarkeit von Krebserkrankungen.Eine Entnahme und Zwischenlagerung von körpereigenen Stammzellen ist vor allem bei einer hoch dosierten Chemotherapie überlebensnotwendig, weil sonst die Blutbildung im Knochenmark dauerhaft geschädigt und damit die Grundlage für die Lebensfähigkeit nicht mehr gegeben wäre. „Für den komplizierten Prozess der Stammzellenentnahme inklusive richtiger Lagerung (bei -180 Grad) müssen die Patienten in Hinkunft nicht mehr extra nach Wien reisen“ zeigt sich Univ.-Prof. Dr. Richard Greil, Vorstand der III. Medizinischen Universitätsklinik erfreut, „was eine massive Qualitätsverbesserung der Tumortherapie in Salzburg bedeutet."
Es ist erstmals möglich, in Salzburg selbst Stammzellen zu gewinnen und unter höchsten Sicherheitsauflagen diese bis zum Gebrauch zu lagern. "Dies bedeutet auch eine enorme Verbesserung der Lebensqualität für uns Krebspatienten, denn die Fahrt nach Wien war für uns Patienten sehr belastend und auch mit der Gefahr von Infektionen verbunden", so Obfrau Elke Weichenberger in ihrer Rede bei der Einweihung.
Die Zahl der autologen Stammzelltransplantationen im Rahmen hochdosierter Chemotherapien hat in Salzburg sehr stark zugenommen. Es kann auch damit gerechnet werden, dass bei ca. 100 Patienten pro Jahr zusätzlich eine vorbeugende Ernte und Einfrierung von Stammzellen durchgeführt werden wird, um für die Möglichkeit des Rezidivs (= Rückfall) der Tumorerkrankung, insbesondere im Knochenmark selbst, gerüstet zu sein.
"Aber auch die Erforschung der unterschiedlichen Eigenschaften von normalen Stammzellen und Tumorstammzellen ist für die weitere Entwicklung von Behandlungskonzepten von größter Bedeutung. Weitere Zukunftsperspektiven ergeben sich aus der Möglichkeit, auch Stammzellen von gesunden Spendern zu übertragen. Durch die Mitübertragung des Immunsystems des Spenders, kann eine lebenslange Tumorabstossung ausgelöst werden und damit eine zumindest teilweise Heilung von anders nicht mehr behandelbaren Krebserkrankungen erreicht werden", so Univ. Prof. Dr. Richard Greil, Vorstand der III. Med. Universitätskliniken, mit Hämatologie, Internistischer Onkologie, Hämatostaseologie,Infektiologie und Rheumatologie; Labor für Immunologische und Molekulare Krebsforschung.
Zur Eröffnung kam auch Landeshauptfrau und Gesundheitsreferentin Mag. Gabi Burgstaller . Mit großem Interesse nahm sie auch an der Besichtigung des neuen Stammzellen-Labors teil. Die technischen und baulichen Errichtungskosten wurden zur Gänze über das Spitalsbudget des Landes finanziert.
Obfrau Elke Weichenberger bedankte sich bei allen, die dazu beigetragen haben, dass diese wichtige Einrichtung zur Verbesserung der Behandlung und Lebensqualität von Tumorpatienten ermöglicht wurde. "Ein Meilenstein in der Krebsbehandlung in Salzburg, für die ich als Salzburgerin sehr stolz und erfreut bin", so Obfrau Elke Weichenberger, "Ich sehe darin ein wichtiges Zeichen, ja geradezu ein Bekenntnis der hiesigen Gesellschaft zur Unterstützung von uns Krebspatienten. Und doch - es ist nur e i n weiterer Meilenstein im Kampf gegen unsere Krebserkrankung. An alle Anwesenden richte ich daher meine Bitte um weitere politische, finanzielle und moralische Unterstützung! Geben Sie uns Hoffnung, denn unser Kampf gegen den Krebs ist noch immer ein langer und oftmals sehr steiniger Weg".


