Welt-Lymphom-Tag 2007
Seminar für PatientInnen und Angehörige
| Zeit | Samstag, 15.September 2007, 9-16.00 Uhr |
| Ort | Kardinal König Haus, 1130 Wien |
- Bericht vom Welt-Lymphom-Tag 2007
- Allgemeine Information und Einleitung
- Programm und ReferentInnen
- Pressekonferenz
- Partner und Sponsoren
- Download der Vorträge und Manuskripte
Pressekonferenz anlässlich des Welt – Lymphomtages 2007 in Wien
5. September 2007, Wiener Börse
Einen öffentlichen Auftritt der besonderen Art – zumindest für uns Nicht-Medienmenschen – hatte die Selbsthilfe und insbesondere Obfrau Elke Weichenberger am 5. September 2007 im Restaurant Hansen in der Wiener Börse. Anlass war der Welt – Lymphomtag und natürlich auch unser Patienten- und Angehörigenseminar am 15. September.
Elke Weichenberger als Moderatorin begrüßte Frau Doris Kiefhaber, die Geschäftsführerin der Österreichischen Krebshilfe. Auch die Krebshilfe ist ja eine für Krebspatienten ganz wichtige Anlaufstelle in Österreich, mit der unsere Selbsthilfe eine langjährige gute Kooperation pflegt.
Als medizinische Experten waren zwei namhafte Spezialisten für Lymphomerkrankungen aus Wien zu Gast. Univ. Prof. Dr. Heinz Ludwig, Vorstand der 1. Med. Abteilung, Zentrum für Onkologie und Hämatologie im Wilhelminenspital Wien und Past-Präsident der Europäischen Gesellschaft für medizinische Onkologie, der ESMO, sowie Univ. Prof. Dr. Johannes Drach, Programmdirektor für maligne Lymphome an der Medizinischen Universität Wien.
Was bedeutet eigentlich der Welt-Lymphom-Tag am 15. September? 2004 ins Leben gerufen, finden an diesem Tag in 22 Ländern unterschiedliche Aktivitäten und Informationsveranstaltungen statt. Ziel ist es, die Situation von Patienten mit dieser in der Öffentlichkeit leider noch wenig bekannten Krebserkrankung des lymphatischen Systems zu verbessern. „Ein wichtiges Anliegen der Betroffenen, schon alleine wenn man bedenkt, dass die Anzahl an Lymphomerkrankten am stärksten von allen Krebserkrankungen steigt“ so Elke Weichenberger in Ihrer Eröffnungsrede.
Warum es zu diesen Erkrankungen kommt, ist leider noch vielfach ungeklärt. Welche Umwelteinflüsse eine Rolle spielen, welche Faktoren bei der Entstehung mitspielen, ist offen. Tatsache ist leider, es kann jeden treffen.
Das gemeinsame Ziel war es also, das Thema „Lymphomerkrankungen“ verstärkt ins öffentliche Bewusstsein rücken. Denn gerade bei Lymphomen spielt die Früherkennung eine wesentliche Rolle und kann Leben retten. Und mit gesicherten Informationen, über Fortschritte in der Therapie, über Nebenwirkungen und im Austausch mit anderen Betroffenen, gelingt es oftmals, mit dem unvermeidlichen Schock einer derartigen Diagnose – Krebs – fertig zu werden. Denn Betroffene brauchen das Gefühl, dass alles getan wird, was Ihnen hilft. Nicht nur medizinisch …
„Für uns Betroffene ist es wichtig, Hilfe und Unterstützung auf breiter Ebene zu bekommen. In Form von verständlichen Informationen, Therapien, aber auch durch Kommunikation und gemeinsame Aktivitäten. Der Erfahrungsaustausch und gemeinsame Aktivitäten tragen oftmals zu einer besseren Lebensqualität bei und helfen, unnötige Ängste abzubauen. Wir sind Mitglied in internationalen und nationalen Selbsthilfe-Institutionen“ so Elke vor den versammelten Vertretern großer österreichischer Medien.
Das weitere Programm dieses Tages gestaltete Herr Univ. Prof. Dr. Heinz Ludwig, der im Anschluss an Elke Weichenberger die Ergebnisse der Anonymen Umfrage unserer Selbsthilfegruppe präsentierte und kommentierte. Ein wichtiger Hinweis darauf, wie gut die Zusammenarbeit unserer Selbsthilfe mit führenden Ärzten in Österreich ist.
Univ. Prof. Dr. Drach sprach in seinem Beitrag über neue Behandlungsoptionen, klinische Studien und Verbesserungen in der Erstdiagnose. Die Ergebnisse lassen uns hoffen, diese Krebserkrankungen bald besser in Schach halten zu können.
Fr. Doris Kiefhaber setzte sich auch in Ihrem Referat dafür ein, dass Krebspatienten in einer „patientengerechten“ Sprache aufgeklärt und informiert werden. Sie wusste zu berichten, wie wichtig richtige Aufklärung und Unterstützung von Krebspatienten ist.
Ein „greifbares“ Ergebnis dieser Pressekonferenz war die Berichterstattung zu diesem Thema, unter anderem in der „APA“, in „Kurier“ und „Krone“ sowie in „OE1“ und im „ORF Teletext“
Wir hoffen, auch dieser Termin war ein kleines Puzzlestück in unserem gemeinsamen Kampf gegen Krebs und das Bemühen, die Öffentlichkeit für dieses leider so wichtige Thema zu sensibilisieren.

